FINISH HIM – Mortal Kombat

Mortal Kombat 11 Cover

Disclaimer: Ab sofort erscheinen hier Artikel, die sowohl in der deutschen, als auch englischen (wie bisher) Sprache geschrieben sind.

Knochenbrüche, zerquetschte Genitalien und jede Menge Blut – Mit Mortal Kombat wurde 1992 der krasse Gegenentwurf zum bis dahin vermeintlich braven Prügelspiel-Genre veröffentlicht. Hier floss das digitale Pixelblut in alle Richtungen, abgetrennte Körperteile zierten die einzelnen Stages und dann sind da noch die sogenannten „Fatalities“, besonders haarsträubende Manöver, im Zuge derer der gegnerische Kämpfer auf durchaus spektakuläre Art und Weise ins Jenseits befördert wird. Schon damals für die amerikanische Videospiellandschaft zu hart – von der deutschen wollen wir gar nicht erst anfangen.

Dennoch oder vielleicht gerade aufgrund des übertriebenen Gewaltgrads, mauserte sich die Serie zu einem waschechten Kassenschlager, verkaufte sich millionenfach und wird heutzutage im gleichen Atemzug mit Serien wie Tekken oder Street Fighter genannt.

Im Zuge meiner Videoserie zu den Spielen der Hauptserie Mortal Kombats lernte ich die Serie neu kennen und lieben. Tatsächlich ging meine Begeisterung sogar soweit, dass ich mich dazu entschloss, für die geplante EVO Online zu trainieren und bei dieser Ende Juli 2020 anzutreten. Als jedoch bekannt wurde, dass einer der Gründer des Fighting-Game-Turniers pädophile Neigungen hegte, wurde das Turnier aus gutem Grund abgesagt.

Ich hatte geplant mit Noob Saibot anzutreten, einem der ikonischsten und aus meiner Perspektive auch Geschichtsträchtigsten Charaktere der Serie. Alleine der Name, Noob Saibot, steht für zwei der vier Erfinder der Serie: Ed Boon (Noob) und John Tobias (Saibot). Darüber hinaus ist der Kämpfer die Neuinterpretation des ursprünglichen Sub-Zeros, der mit Mortal Kombat 1992 erstmals auf den Plan trat und im Laufe der Geschichte zunächst von Scorpion getötet und daraufhin vom jüngeren Bruder ersetzt wurde (Mortal Kombat II).

Überhaupt ist Mortal Kombat bis heute, zumindest in meiner Wahrnehmung, die Prügelspielserie, die über die umfangreichste und best erzählte Geschichte des Genres verfügt. Bereits mit dem Reboot 2011 hat sich die Erzählstruktur stark verändert und wird nicht mehr in der Form des aus Deception und Armageddon bekannten Konquest-Modus erzählt. Stattdessen bediente sich Entwickler Netherrealm Studios zahlreicher Stilmittel aus Hollywood, lässt die unterschiedlichsten Kämpfer in einer cineastisch inszenierten Story aufeinandertreffen, Knochenbrüche inklusive.

Knochenbruch ist auch ein gutes Stichwort, denn für mich war der Gewaltgrad nie ausschlaggebend dafür, warum ich mich in den letzten Monaten so sehr mit der Serie auseinandergesetzt habe. Nicht nur, dass MK11: Aftermath die beste Optik eines Prüglers bis dato bietet, auch die Art und Weise, wie sich die Figuren steuern lassen, das Erlernen der einzelnen Kombo-Angriffe und vieles mehr, haben mich am Ende des Tages überzeugt.

Tatsächlich war ich in den vergangenen Jahren phasenweise dem einen oder anderen Fighting-Game zugetan, unter anderem Ultra Street Fighter IV, gefolgt von BlazBlue und zuletzt Street Fighter V, ehe Mortal Kombat 11 auf den Plan trat. Von allen gespielten Titeln kann ich MK11 bis heute als meinen persönlichen Favoriten nennen, zumindest, bis Mortal Kombat 12 erscheint, haha.

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