Comics

Als Fan von Videospielen ist es beinah schon natürlich, sich auch abseits des bunten Bildschirmtreibens mit anderen popkulturellen Medien zu beschäftigen. Seien es Hörspiele, TV-Serien, Kinofilme, Bücher oder, in dem vorliegenden Fall, Comics.

Seit Jahrzehnten sorgen die unterschiedlichsten Verlagshäuser, Publisher, Zeichner und viele weitere Personen dafür, dass Jugendliche, wie auch alte Menschen, zu denen ich mich mittlerweile zählen darf, *hust*, immer wieder mit neuen Abenteuern der unterschiedlichsten Helden, Heldinnen und vielem mehr versorgt werden.

Batman – Band 3 – Der Tod der Familie

Doch nicht nur die Abenteuer haben sich verändert oder wurden ausgeweitet, auch die Präsentation hat sich gewandelt. Waren es früher nur eine Ansammlung diverser Bilder in einer Reihe, wurde die Optik im Laufe der Zeit verfeinert, erweitert, neu geschaffen und immer wieder und vor allem dem gegenwärtigen Zeitalter angepasst. Alleine aus künstlerischer Sicht lassen sich Comicbände der „Golden oder Silver Age“ nicht mit jenen der Gegenwart vergleichen. Doch egal, ob es sich um ein „Ein Tod in der Familie“ ,  „Kravens letzte Jagd“ oder dem uns bevorstehenden Future State (DC) handelt, Comics gehen durch alle Alterschichten.

Disney und Donald Duck

Obwohl ich mittlerweile dazu übergegangen bin, ausschließlich Comics der Verlagshäuser von DC und Marvel zu konsumieren, mit einigen Dynamite-, Dark-Horse- und Image-Ausnahmen, liegen meine persönlichen Comicanfänge bei einem der mittlerweile größten Unternehmen der Welt: Disney. Zu meinem großen Glück sammelte mein Vater selbst  in jungen Jahren Comicbücher, genauer die Lustigen Taschenbücher mit zahlreichen Geschichten der bekanntesten Charaktere aus Entenhausen. Und drumherum, natürlich.

Ich war schon immer mehr der Donald-Fan. Klar, Mickey ist cool und alles und meines Erachtens auch zurecht das Aushängeschild von Disney (neben Donald, höhö). Persönlich aber fand ich die Type, die Donald verkörpert, mehr nahbar, als Mickey es je sein könnte. Der Onkel von Tick, Trick und Track war ein geerdeter Typ, der trotz dass er den reichsten Menschen (Ente) der Welt zum Onkel hat, auf dem Boden geblieben ist, hin und wieder mit Geldsorgen zu kämpft und dennoch anständig rüberkommt. Als sich der Erpel irgendwann im Laufe der Zeit, ich weiß nicht mehr genau, in welchem LTB es der Fall gewesen ist, mit Phantomias eine Geheimidentiät zulegte oder eher „erbte“, war es komplett um mich geschehen.

„Freie Fahrt für Phantomias“ – Lustiges Taschenbuch Nr. 125

Phantomias funktioniert für Donald exkat so, wie es Batman für Bruce Wayne tut. Verkleidet als Held begibt sich der Enterich auf nächtliche Streifzüge, um fiesen Schurken das Handwerk zu legen. Nur eben nicht in Gotham City, stattdessen in Entenhausen.

Mangas, Marvel und DC

Wann genau dann der Wechsel zu klassischen Superheldencomics erfolgte, kann ich heute bei bestem Gewissen nicht mehr sagen. Auf jeden Fall gab es da in meiner Kindheit immer wieder die Momente, als ich mit meinen Eltern einkaufen gewesen bin und anstatt neben meiner Mutter oder meinem Paps daher zu trotten, rannte ich direkt zum Zeitschriftenabteil, schnappte mir irgendeinen Comic und begann darin zu lesen, bis ich eingesammelt wurde. Sozusagen ein Kinderparadies für Arme und ohne Bällebad. Dafür aber mit Batman, Superman und Co.

Mit der Zeit hatte ich immer wieder Phasen, in denen ich mal mehr, mal weniger Comics las. In den 90ern und frühen 2000ern kamen dann auch Animes und entsprechend Mangas auf; insbesondere Dragon Ball mit der Geschichte um Son Goku hatte es mir angetan und tut es auch heute noch. Daher richtete sich mein persönlicher Sammelmittelpunkt zunächst auf Manga-Bücher. Erst Dragon Ball, später vor allem die BANZAI!, das sozusagen deutsche Pendant zur japanischen Shonen Jump, in der unter anderem hierzulande erstmals die Abenteuer von Naruto oder Yu-Gi-Oh! zu lesen waren.

Die richtigen Comicphasen sollten sich erst viel später einstellen. Besonders zwischen den Jahren 2010 bis 2012 und 2014 bis 2016 habe ich extrem viel Zeit und vor allem Geld in die Anschaffung zahlreicher Comic-Bände von Marvel und DC investiert. Obwohl ich schon immer ein großer Fan der Sammelausgaben, sogenannten Paperbacks, gewesen bin, kaufte ich insbesondere in der zweiten Comic-Phase regelmäßig einzelne Ausgaben verschiedener Reihen: Iron Man, Wolverine, Sonderausgaben wie Age of Ultron, Infinity, Avengers vs X-Men und vieles mehr. Rückblickend betrachtend lag damals mein Fokus mehr auf Marvel- den DC-Comics. Heutzutage ist es genau anders herum. Die Batman-Bücher nehmen mittlerweile eine ganze Reihe in meinem Regal für sich ein und greifen bereits in die darunter liegende über.

Nightwing – Band 1 – Better than Batman

Zu meinen liebsten Comics zählen gegenwärtig die Geschichten um Bruce Wayne alias Batman, nach wie vor Spider-Man und auch Superman. Mein liebster Comicheld ist hingegen und das schon seit geraumer Zeit Richard „Dick“ Grayson, alias Robin alias Nightwing. Bis heute bin ich extrem durch die Darstellung von Chris O’Donnell als Robin geprägt. O’Donnells schauspielerische Leistungen mal außen vor gelassen, fand ich die Idee eines Partners für Batman schon immer cool. Mit der Zeit wurde dieses Interesse an Dick Grayson und Robin immer größer. Der „Große Bruder“ der Bat-Familie hat alles erlebt und alles gesehen: er war der erste Robin, entwuchs dem Schatten Batmans, schuf sich mit Nightwing eine eigene Identität, trat in die Fußstapfen seines Ziehvaters und Mentors und wird bis heute von vielen als die beste Version von Batman angesehen.

Entsprechend groß war meine Freude, als im Zuge der Future State Bekanntgabe auch eine Nightwing-Reihe angekündigt wurde. Aber erst einmal steht die Vervollständigung der Rebirth-Reihe an.

Spawn, The Boys und vieles mehr

Neben Marvel und DC existieren selbstverständlich zahlreiche weitere Unternehmen, die die unterschiedlichsten Comics unter die Leute bringen. Hinter einigen Publishern steckt so manch spannende „Origin-Story, wie es zum Beispiel bei Image Comics der Fall ist. Der Verlag, der von einigen ehemaligen Marvel- und DC-Künstlern gegründet wurde, zählt alleine aufgrund der nach wie vor veröffentlichten „Spawn“-Serie zu den bekanntesten „Indie“-Publishern. Ebenso Dynamite, das gegenwärtig aufgrund der von Garth Ennis geschaffenen Comic-Reihe „The Boys“ und der gleichnamigen Amazon-Prime-Serie etwas mehr Aufmerksamkeit erhält. Es gibt so vieles, was sich zu lesen lohnt. Egal, ob Comic, Manga oder eine Verfilmung oder Serie. Jede Person kann voll auf ihre Kosten kommen.

Empfehlungen

  • Batman – Band 1 – Der Rat der Eulen (Snyder, Capullo)
  • Batman – Band 3 – Der Tod der Familie (Snyder, Capullo)
  • Batman – Die Rückkehr des dunklen Ritters (Snyder, Capullo)
  • Batman – Das lange Halloween
  • Batman – Das erste Jahr
  • Batman – Hush – Bd. 1 und. Bd. 2
  • Batman – Ein Tod in der Familie
  • Nightwing – Rebirth Serie
  • Watchmen
  • Doomsday Clock – Bd. 1 – Bd. 4
  • Injsutice – Götter unter uns – Bd. 1 – Bd. 4
  • Robin – Year One
  • Absolute Carnage – Bd. 1 – Bd. 3
  • Spider-Man: Die Geschichte eines Lebens
  • Avengers vs. X-Men
  • X-Men: Zukunft ist Vergangenheit
  • SPAWN – Origin Collection

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